Indien – Bargeld

Indien – Bargeld

 

Ohne Vorwarnung hat Indiens Premier Narendra Modi über Nacht in einer Rede bekannt gegeben, dass die aktuellen Geldscheine zu 500 und 1000 Rupien nicht mehr gültig sind. Einfach so.

Die größte Geldnote ist somit der 100 Rupienschein (1,36 Euro).

Damit will man nach offizieller Bekanntgabe, die Korruption verhindern und die gehorteten Gelder vernichten.

Bis 30. Dezember können nun Bargeldbesitzer ihr Geld zur Bank bringen, wenn Sie ein Konto haben, denn in Indien hat nur die Hälfte der Bevölkerung ein Konto!

Das macht die Sache für den kleinen Mann umso dramatischer, denn auch die kleinen Geschäfte und Straßenhändler haben keine Geräte um Zahlungen entgegen zu nehmen.

Also sind 600 Millionen Menschen von einem Moment auf den anderen nur sehr eingeschränkt Zahlungsfähig.

Es sollen nun neue Geldscheine mit 500 und 2000 Rupien kommen, die man allerdings auch nur eingeschränkt nutzen kann, da pro Zahlung maximal 4.000.- Rupien (54,- Euro) ohne Konto erlaubt sind.

Abhebungen sind mit 4.000 Rupien pro Tag und 20.000.- Rupien pro Woche limitiert.

Niemand hat das erwartet, es kam überraschend und so wie es aussieht auch ohne ausreichende Planung.

Denn es bedeutet, dass die Wirtschaft in Indien nun eine Vollbremsung machen muss, weil es kein Zahlungsmittel gibt.

Indien ist ein Land, indem die Altersvorsorge schon immer mit Edelmetallen (hauptsächlich Gold und Silber) bestritten wurde.

Bei Hochzeiten werden nur Metallgeschenke als Wertvoll erachtet. Papiergeld ist verpönt.

Diejenigen die nun Gold und vor allem Silber in kleinen Stückelungen haben, können weiter Ihre Geschäfte betreiben und einkaufen.

Denken Sie nicht, dass wäre bei uns nicht möglich. Erinnern Sie sich an das Europäische Land Zypern.